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Familienausflug der Sängereinheit am 27. September 2014

Ein herrlicher Tag führte die Ausflügler an der Katholischen Kirche in Edingen zu einer Tagesfahrt in die Saar. Da unser 1. Vorsitzender Herbert Jung an diesem Tag Geburtstag hatte, sangen wir ihm während der Fahrt ein Geburtstagsständchen. Die planmäßige Frühstückspause im Rasthof Waldmohr musste jedoch wegen Parkplatzmangel ausfallen, so dass man sich entschloss direkt nach Völklingen durchzufahren. Durch die ausgefallene Zwischenpause trafen wir schon um 9.30 Uhr in Völklingen ein, so blieb allen Ausflüglern genügend Zeit für eine Stärkung mit Laugestangen, Sekt und Orangensaft, das von unserem Geburtstagsjubilar gespendet wurde. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für das tolle Frühstück.

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Nach ordentlicher Stärkung ging es dann zur Völklinger Hütte, wo uns eine zwei stündige Führung erwartete. Der über 7.000 Meter lange Rundgang führte zu sieben Stationen. Als erstes führte uns der Weg durch die zu ihrer Zeit größte Sinteranlage der Welt mit ihren riesigen Ventilatoren und Sintermaschinen. Beim Sintern wurden Reststoffe der Eisenherstellung recycelt und anschließend dem Hochofenprozess wieder zugeführt. Dann ging es weiter in die Erzhalle, dort lagerte man früher riesige Mengen Erz, heute hingegen ist sie eine Aussichts- und Kulturhalle mit einer Größe von ca. 1.000 m². Auf Grund ihrer Größe hatte man von dort aus auch einen weiten Blick über Völklingen, die Gleisanlagen und die noch aktive Stahlindustrie. Der Weg führte uns weiter in die Möllerhalle, die man auch „Bauch der Hütte“ bezeichnet, dort wurden ca. 12.000 t Rohstoffe gelagert. Im oberen Teil der Halle fuhren Züge mit Rohstoffen ein und im unteren Teil wurden die Hängewagen beladen. Die Möllerhalle war eine der Stahlbetongroßbauten im Jahre 1911 bis 1913. Anschließend ging es weiter zu den Hochöfen.
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Über die Gichtbühne in 27 Meter Höhe liefen die Hängebahnwagen und befüllten die Hochöfen mit Rohstoffen. In 45 Meter hatte man einen tollen Aussichtspunkt über das Weltkulturerbe und die Industrielandschaft an der Saar. Nun ging es weiter zum Paradies (Kohle): Bei 1.300 °C wurde in den Öfen der Kokerei, Steinkohle in Koks, für die Hochöfen verwandelt. Dort waren die Arbeitsbedingungen sehr schwierig, da die Arbeiter großer Hitze und beißendem Qualm ausgesetzt waren. Die ersten Koksöfen wurden 1897 angeheizt, 1986 waren es mehr als 100. Heute hingegen gibt es eine schöne Naturlandschaft. Nächster Standort waren das Ferrodrom und Kohlegleis. Der Eingang befand sich am Schrägaufzug zum ScienceCenter. Auf dem Kohlegleis erlebte man einen atemberaubenden Panoramablick, der sich von den Hochöfen mit dem weltweit einzigartigen Erzschrägaufzug und der Möllerhalle über den Wasserturm bis zur Handwerksgasse des Weltkulturerbes Völklinger Hütte spannt. Heute arbeiten dort Professoren und Studierende der Hochschule für Bildende Kunst an der Saar.

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Fast am Ende des Rundganges angekommen zeigte man uns das Herzstück des Eisenwerkes die „Gebläsehalle“ Riesige Luftpumpen erzeugen im gleichmäßigen Maschinentakt unvorstellbare Mengen Wind der in die Hochöfen geblasen wird. Die Maschinen werden von Gas aus den Hochöfen angetrieben – ein genialer Kreislauf der Energie. Heute jedoch ist die Gebläsehalle ein Ort der Ausstellungen und Veranstaltungen. Nun waren wir wirklich am Ende dieses Rundganges angekommen und hatten nun noch die Möglichkeit sich in eine andere Welt des alten Ägyptens entführen zu lassen, was sich ebenfalls lohnte.
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Die 250 hochkarätigen Exponate stammten aus dem Museum Egizio Turin, dem ältesten ägyptischen Museum der Welt mit einer der international bedeutendsten Sammlungen zur altägyptischen Kultur. Nahezu alle dieser Leihgaben sind erstmals in Mitteleuropa, Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Belgien zu sehen. Damit kann das Weltkulturerbe Völklinger Hütte stolz sein, da es nun für einige Monate ein internationales Zentrum der altägyptischen Kultur ist. Die Exponate erzählten von Göttern, gottgleichen Königen, den Pharaonen, von hohen Hofbeamten und hohen Priestern, aber auch von Menschen und ihrem Alltag. Ein besonderer Akzent liegt auf dem hoch entwickelten Toten- und Begräbniskult. Der Übergang von Leben und Tod und das Leben nach dem Tode spielte bei den alten Ägyptern eine zentrale Rolle. Diese Ausstellung wird auch begleitet von 150 Fotografien des Fotojournalisten Helmut R. Schulze, die eine faszinierende Reise durch das aktuelle und historische Ägypten zeigte. Nach diesen beiden faszinierenden Geschichten ging es dann weiter in die kleine aber sehr schöne Stadt Saarlouis.

Bei herrlichem Sonnenschein hatte man dort die Möglichkeit z.B. die Festung zu besichtigen, die schöne Einkaufsmeile zu bewundern, jede Menge Restaurants und Eiscafes auskundschaften u.v.m. Die drei Stunden, die einem zur Verfügung standen gingen wie im Fluge vorüber, so dass uns die Reise um 17.00 Uhr weiterführte, durch die schöne Stadt Saarbrücken weiter in Richtung Grünstadt. Wir kehrten bereits um 18.45 Uhr im Weingut Holz-Weisbrodt in Weisenheim am Berg ein. Bei musikalischer Umrahmung, guten Weinen und einer Auswahl an Speisen ließen wir den erlebnisreichen, eindrucksvollen Ausflugstag, bei toller Stimmung ausklingen. Jeder Ausflug hat leider auch mal ein Ende, so dass wir um 20.00 Uhr gut gelaunt wieder Richtung Heimat fuhren und um 21.00 Uhr in Edingen wieder eintrafen.

 

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Lieber Arno,

wir möchten uns recht herzlich für die tolle Organisation bedanken. Es war ein schöner Ausflugstag mit interessanten Eindrücken und einem gemütlichen Abschluss in Weisenheim am Berg.

 

 

 

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